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Die Gongs
In Indonesien eine Kultur, in der der Gongbau tief verwurzelt ist hat der Gongbauer den Ruf eines Schamanen. Das heißt durch sein Handwerk verbindet er die irdische Welt mit der „Welt der Götter“. Im rituellen Herstellungsprozess des Instrumentes ist er im Kontakt mit den Göttern und schafft für sie eine Art Sprachrohr. Einerseits gelten sie als Rufer der „Götter“, oder als Ausdruck des Feuerelementes, der Zerstörung bzw. der Transformation.
Meine Gongs schmiede ich aus Messing- , Bronze- und Neusilberblechen. Bestimmte Legierungen und Härtegrade des Grundmaterials haben sich als passend für meine Vorstellung von Gongklang erwiesen.
Das Feuer bringt die Scheibe zunächst zum Glühen, viele gezielte Schläge mit unterschiedlichen Hämmern geben dem Gong Form und Klang. Jeder Schlag prägt sich in seiner Art ins Blech und somit in den Klang. So glatt und ebenmäßig das Blech zunächst war, so unendlich vielfarbig und vielgestaltig die Optik der dann fertigen Gongs ist, so vielfarbig sind auch deren Klänge.
Es ist eine Freude, mich immer wieder von tatsächlich immer wieder neuen Klangfarben und -Nuancen überraschen zu lassen. Jeder Gong zeigt sich in seinem eigenen Wesen und will freigelegt werden.
Der Gong, er gibt ein Signal, kündigt eine Veränderung, etwas Neues an. Sein Klangcharakter, seine Klangkraft bahnt sich seinen Weg - und vielleicht eine Bahn zu einer wichtigen Veränderung. Jeder Gong ist und bleibt ein Individuum.
Klangcharakteristiken der unterschiedlichen Metalle beim Gongbau:
Messing klingt vergleichsweise Grundtonbezogen
Bronze bringt wenn man will seine Jahrtausende alte Bronzezeitkultur zum klingen, sie wirkt auf mich oft sanft und bergend
Neusilber dagegen klingt eher präzise und sachlich differenziert.
Bei der Auswahl der Materialien sollte immer das spontane Gefühl berücksichtigt werden.
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